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Biosense Webster

Biosense Webster ist weltweit führend im Bereich der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Herstellung von Kathetern und Navigationssystemen, die bei der sogenannten "Katheterablation" eingesetzt werden. Mit diesem Verfahren können Vorhofflimmern und Kammertachykardien, die beiden wichtigsten rhythmologischen Erkrankungen, behandelt und in den meisten Fällen auch geheilt werden.

Katheterablation als wirksame Therapieform

Bei der Katheterablation wird mit Hilfe eines durch die rechte Leistenvene eingeführten Katheters jener Gewebebereich im Herzen lokalisiert, der die abnormalen elektrischen Signale abgibt, und damit den unregelmäßigen Herzrhythmus hervorruft. Anschließend werden diese Stellen mit hochfrequentem Wechselstrom gezielt verödet ("abliert"). Dadurch wird sichergestellt, dass die elektrische Erregungsleitung im Herzen wieder in geordneten Bahnen verläuft. Unterstützt wird der Eingriff durch ein spezielles Navigationssystem, mit dem die elektronische Archivierung des Herzens und das Herz selbst dreidimensional dargestellt werden.

Während die Ablationstherapie in ihrer Anfangszeit vor etwa 20 Jahren für Patient und Kardiologe mit einer enormen Strahlenbelastung verbunden war, kann mit dem Navigationssystem aus dem Hause Biosense Webster jeder Schritt in der Behandlung ohne Abgabe von Röntgenstrahlen kontrolliert werden. Auch im Bereich Ablationskatheter setzt Biosense Webster immer wieder Maßstäbe: Die neueste Generation verfügt über einen Anpressdrucksensor, der dem Arzt die Information bietet, ob er beim gezielten Veröden von Gewebe die Herzinnenwand mit dem Katheter auch wirklich berührt. Erst dann wird die Ablationsenergie abgegeben, womit sichergestellt ist, dass auch effektiv abliert wird. Ein anderes Kathetersystem wiederum ermöglicht es, mehrere hochfrequente Ströme gleichzeitig abzugeben, sodass die Behandlungszeit von mehreren Stunden auf knapp eine Stunde signifikant reduziert wird.

Vorhofflimmern: Häufige Ursache für Schlaganfälle

Vorhofflimmern betrifft heute bis zu 3% der Bevölkerung. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit auf bis zu 8% bei den über 80-Jährigen; in den meisten Fällen ist Vorhofflimmern die Ursache von Schlaganfällen. Für Patienten mit implantiertem Defibrillator ist die Behandlung ventrikulärer Tachykardien mittels Ablationstherapie zumeist eine lebensrettende Maßnahme, um eine gehäufte, für den Patienten schmerzhafte und belastende, Schockabgabe durch den Defibrillator zu vermeiden.